Abenteuer Forschung Fall 3: Abschluss

Nachdem ich nun ein paar grundlegende Begriffe des Intelligent Design erklärt habe, möchte ich einen weiteren erklären und den Fall 3 der Sendung “Abenteuer Forschung” abschließen.

Prof. Lesch erläuterte, dass Kritiker der Evolutionstheorie sagen: Aus einem Dinosaurier kann niemals ein Vogel enstanden sein. Daraufhin präsentierte er einen Saurier, dessen Skelett darauf schließen ließ, dass er Federn am Kopf hatte. Er erklärte, dass die Federn vermutlich beim Jagen eine stabilisierende Wirkung auf den Saurier gehabt hätten und dass man daran sehr wohl sehen kann, dass die Entwicklung zwischen Saurier und Vogel graduell erfolgen kann. q.e.d.

Doch nun rede ich. Intelligent Design kennt ein Konzept, das “Nichtreduzierbare Komplexität” heißt. Es ist sehr einfach zu verstehen. Schrauben sie bei Ihrem Auto einen Reifen ab und fahren Sie damit in die Stadt. Das wird nicht funktionieren. Sie werden es gar nicht tun, weil Sie es vorher wissen. Warum? Kann man keine Autos mit drei Rädern haben? Nun – es gibt motorisierte Dreiräder. Gut. Aber Ihr und mein Auto funktioniert nicht mit drei Rädern, weil es nicht so konstruiert ist. Es passt einfach nicht. Eine winzige Änderung macht die ganze Konstruktion nutzlos. Das ist das Konzept der “Nichtreduzierbaren Komplexität”. Es ist ja in der Evolution so, dass die Mutation ausstirbt, die einen Nachteil hat. Stellen Sie sich ein Formel 1 Rennen vor und eines der Autos hat nur 3 Reifen. Nur der Gewinner überlebt. Wird es wohl der mit den 3 Reifen werden?

Diese Tatsache wird – vermutlich sogar ungewollt – von Prof. Lesch in seiner Argumentation sogar anerkannt. Denn er argumentiert ja: Da ist dieser Vorteil durch die Federn am Kopf – die Stabilisierung beim Jagen. Denn Prof. Lesch weiß genau: Ohne Vorteil keine Evolution.

Doch, was an Prof. Leschs Argumentation überhaupt nicht überzeugt sind 2 Punkte:

1) Er erklärt das Konzept der nichtreduzierbaren Komplexität überhaupt nicht, so als ob es das nicht gäbe. Stattdessen versucht er es lächerlich zu machen, bevor er es überhaupt erklärt hat. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

2) Er argumentiert logisch nicht zwingend. Das möchte ich ein wenig erklären.

Wenn seine Argumentation mit den Federn am Kopf stimmt, was hat er dann geschafft? Er hat etabliert, dass es ein funktionierendes Zwischenstadium zwischen Dinosaurier und Vogel gegeben haben kann. Gut. Bei der Entwicklung komplexer Konstuktionen kann es Zwischenstadien geben, die funktionieren. Aber die Lücke zwischen Motorrad und motorisiertem Dreirad und die zwischen motorisiertem Dreirad und Auto ist immer noch unüberbrückbar – für einen Prozess ohne Plan und Ziel. Darum argumentiert Prof. Lesch nicht zwingend. Er impliziert zwar: Naja – wenn diese große Lücke zu überbrücken ist, dann werden die beiden kleineren Lücken auch überbrückbar sein. Nichts könnte falscher sein. Weder die beiden kleinen Lücken sind überbrückbar, noch die große. Auch die vermutete Zwischenform ändert daran nichts. Logisch gesprochen hat Prof. Lesch unzulässig verallgemeinert.

Ach – wer wird denn so auf der Logik herumreiten und so kleinkariert sein? Ist doch klar, was er meint. Gut – ich erinnere nur an Paleys Analogieschluss zwischen dem Rückschluss von einer Uhr, die er auf einer Wiese findet, auf den Uhrmacher. Sein Argument wurde verworfen, weil es logisch nicht zwingend ist, dass wenn eine Uhr einen Rückschluss auf einen Uhrmacher zulässt, dass dann die vielfältigen Konstruktionen des Lebens einen Rückschluss auf einen Schöpfer nicht zulassen, weil Analogieschlüsse nicht zwingend sind. Also. Ebenso ist Prof. Leschs unzulässige Verallgemeinerung logisch nicht zwingend.

Und die Lücken zwischen den Lebensformen, die als Zwischenstufen interpretiert werden, sind nicht nur Wissenslücken. Sie sind aufgrund der Nichtreduzierbaren Komplexität nicht überbrückbare – ich möchte fast sagen – Abgründe oder Schluchten.

Was hat das mit dem Evangelium zu tun? Nun – es hat mit der Frage zu tun, ob Jesus dumm ist, wenn er behauptet, dass Gott alles geschaffen hat was wir sehen und die Menschen erschaffen hat mit einem Ziel und er sie liebt. Ist er nicht. Er weiß sehr viel mehr, als viele von uns wahrhaben wollen. Ich vertraue ihm jedenfalls sehr viel mehr, als den unausgegorenen Erklärungsversuchen, die mit aller Gewalt versuchen eine Welt ohne Gott zusammenzubasteln. Das wird nicht funktionieren. Das ist das Haus auf dem Sand, das ich ganz am Anfang dieses Blogs bereits ansprach.

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