Das Kreuz mit dem Kreuz

Ich finde es interessant beobachten, dass in den letzten Monaten das Zurückdrängen des Kreuzes im öffentlichen Leben zunimmt. Es gibt immer mehr Verbote, das Kreuz zu zeigen. In Schulen, in öffentlichen Gebäuden, als Halskette, im Einkaufszentrum, in der Fußgängerpassage und jetzt sogar auf dem Friedhof. Ein Kind, das in der Schule ein Kreuz malt, wird zum Schulpsychologen geschickt.

Was ist es, was die Menschen am Kreuz so sehr stört?

Ich meine, immerhin sollten wir einmal festhalten, dass es wir Menschen es waren, die Jesus gekreuzigt haben. Und jetzt wollen wir es nicht einmal mehr zugeben? So wie eine peinliche Episode in der Geschichte, die man endlich hinter sich lassen will.

Ein Zeichen der Gewalt – beklagen viele. So ist es. Der Gewalt, die Menschen Menschen antun. Auch wenn sie es noch so sehr leugnen. Am liebsten würden die Menschen nur noch von Frieden reden. Aber es ist doch kein Friede. Nicht zwischen Menschen und Menschen, nicht zwischen Menschen und Gott. Die Menschheit hat ihren Frieden mit Gott nicht gemacht.

Viele wissen auch noch, dass Jesus am Kreuz sterben musste, damit die Sünden der Menschheit getilgt werden können. Das aber ist in einer Zeit, in der man am liebsten definieren würde, dass es keine Sünde gibt, weil alles erlaubt ist, oder zumindest alles erlaubt sein soll, höchst unpopulär. Das Kreuz erinnert uns also auch daran, dass wir den Maßstab Gottes an unser Leben nicht erfüllen, auch wenn wir uns einreden, doch kein so schlechter Kerl zu sein. Im Gegenteil. Wir wollen sogar als Tugend darstellen, was keine Tugend ist. Das Kreuz erinnert uns daran, dass Gott nicht bestechlich ist. Sünde bleibt Sünde und Schuld bleibt Schuld und es ist eben nicht möglich, einfach wieder zur Tagesordnung überzugehen. Das ist es, was wir lieber ignorieren würden.

Von all dem lässt Gott sich nicht beeindrucken. Er weiß, dass ignorieren, leugnen, vergessen nicht die nachhaltige Lösung des Problems der Sünde ist. Er weiß, dass mehr notwendig ist. Sehr viel mehr. Und er schafft einen Weg, ohne die Menschen um Erlaubnis zu fragen. Und er schont seinen eigenen Sohn dabei nicht.

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3,16)

Share and Enjoy:
  • Print this article!
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
This entry was posted in Gottes Rettungsplan, Jesus. Bookmark the permalink.

Leave a Reply