Ich bau‘ eine Stadt für Dich.

Alle sind hier auf der Flucht. Die Tränen sind aus Eis.
Wo find‘ ich Halt? Wo find‘ ich Schutz?
Der Himmel ist aus Blei hier!
Ich bau‘ ne Stadt für Dich. Aus Glas und Gold und Stein.
Jede Straße die hinausführt, die führt auch wieder rein.
Ich bau eine Stadt für Dich und für mich.
Cassandra Steen & Adel Tawil

Es wundert mich nicht, dass wir haltlos geworden sind, schutzlos, nachdem wir Gott für tot erklärt haben. Oder zumindest so leben, als wäre er tot. Darum ist auch der Himmel wie Blei. Keine Antwort.
Doch der Mensch sehnt sich nach Schutz und Zugehörigkeit, nach Halt.
Darum baut auch Kain eine Stadt, nachdem er seinen Bruder Abel getötet hat und Gott ihn dafür verflucht hat:

Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden.

Er will sich eine neue Heimat schaffen.

Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch.

Doch die selbstgebaute Stadt kann Dir nicht geben, was Du an Heimat verloren hast, als Du Gott verloren hast. Und schon gar nicht ist diese Stadt aus Glas und Gold. Sie ist nicht transparent – ehrlich – und dauerhaft – wertvoll und königlich. So eine Stadt kann nur Gott bauen.

Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, herniederfahren aus dem Himmel von Gott,
die hatte die Herrlichkeit Gottes. Und ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis.
Und der Bau ihrer Mauer war von Jaspis und die Stadt von lauterm Golde gleich dem reinen Glase.
Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelgestein. Der erste Grund war ein Jaspis, der andere ein Saphir, der dritte ein Chalzedonier, der vierte ein Smaragd,
der fünfte ein Sardonix, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Berill, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst.
Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, und ein jeglich Tor war von einer Perle; und die Gassen der Stadt waren lauteres Gold wie ein durchscheinend Glas.

Das ist das Original. So eine Stadt bekommt auch Cassandra Steen nicht hin.
Schade auch, dass nicht jeder Weg, der herausführt, auch hineinführt.

Und es wird nicht hineingehen irgend ein Gemeines und das da Greuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes.

Es wird Zeit, sich der Realität zu stellen und nicht einer leeren Hoffnung.

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