Das griechische Fundament wankt

Ich möchte mich hier nicht über Finanzwirtschaft oder Politik auslassen. Ich möchte noch einmal vertiefen, was ich bereits am 1. März gesagt habe:

Sondern ich meine die griechische Denkweise, die vermeintliche geistige Überlegenheit mit der Rechtfertigung moralischer Verkommenheit koppelt, die uns – vor allem in Europa – sehr beeinflusst hat.

Und

Und auf die eine oder andere Art und Weise geraden auch die philosophischen Grundlagen, auf denen unsere Politik und unsere Wirtschaft aufbauen ins Wanken.

Ich konnte zu jenem Zeitpunkt nach menschlichen Maßstäben nicht vorhersehen, welche Ausmaße die griechische Finanzkrise annehmen wird, die sie jetzt angenommen hat, und die ganz Europa in Atem hält. Aber die Ereignisse bestätigen meine Voraussage. Es wundert mich nur, dass es so schnell geschieht.

Es ist ja offenkundig, dass es ein eklatanter Widerspruch ist, auf der einen Seite die griechische Philosophie und Denkweise als überlegen zu bezeichnen, auf der anderen Seite jedoch eben dieses Land in einem wirtschaftlichen Kollaps versinkt. Wenn die Weisheit der Griechen nicht einmal für sie selbst ausreicht….. für das alltägliche Leben, dann weiß ich auch nicht, was sie wert ist. Hier geht es mir nicht darum, eine Nation an sich zu verurteilen. Denn erstens gibt es viele aufrichtige Griechen und zweitens gibt es viele Europäer die der gleichen verkommenen Denkweise verfallen sind, über die wir hier reden, und die wir nun einmal griechische Denkweise nennen. Das tun wir darum, weil die Griechen es selbst so wollten.

Das Grundproblem griechischer Denkweise ist, zu meinen ein Fundament aufbauen zu können, das jedoch keines ist, wie heute jedem offenkundig ist. Dieses läuft in aller Regel so ab – und da rede ich jetzt einmal vom Durchschnittsmenschen – dass er sich selbst in das Zentrum des Universums setzt. Nachdem er dies getan hat, entscheidet er, welche Handlungsweisen er für sein eigenes Leben für sich selbst am vorteilhaftesten beurteilt und baut sie dann in sein Lebenskonzept ein. Im dritten Schritt geht er auf die Suche nach logischen Argumenten und Rhetorik, mit deren Hilfe er diesen seinen Lebensstil rechtfertigen und gegenüber anderen Ansprüchen verteidigen kann. Im Zweifel wird das K.O. Argument bemüht, dass es viele Wahrheiten gibt und dass man tolerant sein müsse.

Ja – man muss tolerant sein. Jeder hat das Recht sein Haus auf den Sand zu bauen.

Es gibt jedoch einen Weg, sein Haus auf den Fels zu bauen. Dieser Fels ist nicht die menschliche Meinung, auch nicht das, was der Mensch für sich als logisch beurteilt, denn der Mensch kennt nur einen Teil. Er kann beispielsweise aus eigener Kraft nicht die Zukunft vorhersehen. Darum schließe ich mit einigen Zeilen aus einem Song, der vermittelt, was ich sagen will.

Du bleibst wie Du bist, der ewige Gott.

Der Erste und Letzte, der war und der kommt.

Du bist, der Du warst, veränderst Dich nicht.

Du kannst nicht verleugnen, wie Dein Wesen ist.

Preis und Ehre, Ruhm und Macht,

Reichtum und Weisheit und Kraft

Gebühren dem, der für immer regiert,

dem Königssohn auf dem Thron.

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