Die Folgen der Nichtanerkennung Gottes des Schöpfers

weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde.
Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden
(Röm 1, 21-22, Elberfelder 1985)

Paulus fährt fort zu erklären, dass der, der sich für Weise ausgibt, noch nicht weise ist. Ganz im Gegenteil. Ein Doktortitel schützt vor Narrheit nicht. Die Wissenschaft verbesserte unsrere Mittel. Ja. Und unser Leben? Bessere Mittel jedoch für welche Zwecke? Nicht zwangsläufig bessere.

Der Punkt ist, dass die Leugnung des Schöpfers direkte Konsequenzen auf die gesamte Intellektualität hat.

Ist Säkularismus neutral? Neutraler als Religion?  Eine neutrale Weltanschauung? Die einzig wahre Weltanschauung? Und damit nicht neutral !?!

Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden,
sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen.
(Röm 1, 24-25, Elberfelder 1985)

Die Sinnlichkeit der Gesellschaft ist die direkte Folge einer Intellektualität, die keine moralischen Leitplanken mehr anerkennen will. Dies wiederum ist die Folge der Nichtanerkennung des Schöpfers. Moral? Viele verwerfen sie sofort. Andere nehmen sie für sich in Anspruch, doch in heuchlerischer Weise. Sie passen ihr Leben nicht der Moral an, sondern die Moral ihrem Leben. Mit der Hilfe anderer Heuchler in gegenseitiger Bestärkung.

Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was nicht taugt:
erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke;
Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern Ungehorsame,
Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige.
Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, daß die, die so etwas tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun.
(Röm 1, 28-32, Elberfelder 1985)

Doch die Sinnlichkeit in unserer Gesellschaft kocht nicht nur über. Stattdessen erfährt sie den gesellschaftlichen Kater des nächsten Morgens. Stumpfheit ist das Ergebnis.

Wo ist also der Maßstab für das Gute versus das Pervertierte? Manche gehen so weit zu behaupten es gäbe keinen. Maximale Freiheit, nicht aber für die, die einen moralischen Maßstab vertreten. Diese müssen weichen, stehen sie doch der “Moral” der Unmoral im Weg.

Wie also kann das Gute vom Pervertierten unterschieden werden?

Nun. Trinken Sie ein frisches Glas Milch. Fragen Sie sich, wie Sie die Milch von den anderen Ausscheidungen der Kuh unterscheiden. Oder sind alle gleich gut?

Genießen Sie ein frisches Ei zum Frühstück. Und fragen Sie sich, ob Sie gleichermaßen die anderen Ausscheidungen des Huhnes genießen wollten. Da sie ja theoretisch alle gleich zu behandeln wären?

Das Gute und das Pervertierte – es kann unterschieden werden.

Behauptet Paulus, jeder Atheist oder jeder Agnostiker führt ein durch und durch verkommenes Leben? Nein. Das tut er nicht.

Jeder Atheist und jeder Agnostiker, der ein moralisches Leben führt, erkennt dadurch an, dass es eine Moral gibt, ein höheres Gut an dem er sich messen lassen will. Das er strengenommen aber nicht herleiten kann. Deshalb ist das moralische Leben auf wackelingem Grund aufgebaut. Und deshalb gibt es nicht allzu selten auch schnell nach. Vor allem unter Druck.

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