Die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten

Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten,
weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart.
Denn sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien;
(Röm 1, 18-20, Elberfelder 1985)

Paulus eröffnet seinen Brief an die Römer mit dieser starken Aussage.

Er sagt, die Menschen halten die Wahrheit über Gott durch Ungerechtigkeit nieder. Und darum ist Gott zornig. Ja – Gott kann auch zornig sein.

Welche Wahrheit wird niedergehalten? Die Wahrheit über sein Wesen das in dem Gemachten seit der Erschaffung der Welt wahrgenommen werden kann. Was ist damit gemeint?

Erstens ist damit gemeint die Leugnung der Wahrheit, dass diese Welt erschaffen wurde und alles was in ihr ist – von Gott.

Diese Leugnung wird heute bis zur Perfektion betrieben – aber hinter all’ den wohlklingenden Fremdwörtern, den akademischen Titeln und den vielen Formeln verbirgt sich doch oft schlicht die Ungerechtigkeit – also die heuchlerische Absicht, Gott irgenwie loszuwerden.

Paulus behauptet, dass Gott in seinen Werken erkennbar ist. So wie ein Bildhauer Michelangelo in seinen Werken erkennbar ist. Oder ein Maler wie Monet – auch er wird in seinen Werken erkannt. Wer sich nicht dafür verschließt, der erkennt Gott an allen Ecken und Enden. Man studiere nur einmal die Sonnenblume. Ihre Schönheit, ihre Funktion, ihren Nutzen, ihre mathematische Exaktheit und Komplexität.

Ich höre schon wieder den Aufschrei der “Naturwissenschaftler” man dürfe Gott nicht in Gleichungen einsetzen, damit sie aufgehen. Gut und schön. Ich habe großes Verständnis dafür, wenn Naturgesetze erforscht werden, diese rein natürlich zu verstehen. Das ist das Wesen von Naturgesetzen. Aber die ganze Welt nur materialistisch und naturalistisch erklären zu wollen ist nichts anderes als eine philosophische Vorfestlegung, die jeder Grundlage entbehrt und die selbst ebenfalls nicht materalistisch und naturalistisch erklärt werden kann – die sich also selbst ad absurdum führt. Man kann mit Hilfe der Naturgesetze wohl erklären, welchen Abgasaustoß ein Auto hat, wie es aufgebaut ist, wie man es konstruieren muss, und welchen Verbrauch an Energie es hat. Der Luftwiderstand lässt sich berechnen. Was aber nicht durch Naturgesetze erklärt werden kann ist, wann es fährt, wohin es fährt und wo lang es fährt.   Das hängt vom freien Willen und der freien Entscheidung des Autofahrers ab. Wir sehen also, der freie Willen von Menschen hat gewaltigen Einfluss auf diese Welt – auch das, was der Mensch erschafft – Autos zum Beispiel, Bücher oder Musikwerke beeinflusst diese Welt in gewaltigem Maß. Daher ist offensichtlich, dass die ganze Welt nicht durch Naturwissenschaften allein erklärbar ist. Ja – es gibt Bestrebungen den freien Willen des Menschen materialistisch zu erklären. Dies aber sind ebenfalls philosophische Vorfestlegungen über die trefflich spekuliert werden kann.

Ebenso verhält es sich mit dem Ursprung des Lebens. Die Obsession diesen Ursprung rein materialistisch zu erklären entspringt dem Wunsch des Menschen, die Wahrheit über den Ursprung durch Ungerechtigkeit niederzuhalten. Schauen Sie sich nur einmal die Theorien zur Entstehung der ersten Zelle auf materialistischem Weg an. Das ist einfach lächerlich. Mit Wissenschaft jedenfalls hat es nicht viel zu tun.

Zweitens ist damit gemeint das Ignorieren von Gottes Wesen, das besteht aus seiner ewigen Kraft als auch aus seiner Göttlichkeit. Dieses Leugnen folgt aus dem Leugnen der Wahrheit, dass Gott die Welt erschaffen hat.

Es wird gerne als Argument angeführt:

Wenn die Welt von Gott erschaffen wurde, wer hat dann Gott erschaffen?

Diese Frage offenbart etwas von dem Irrtum, die aus dem Nichtverstehen des Wesens Gottes folgt. Denn es ist offensichtlich, wenn man diese Frage ins Unendliche fortsetzt, dass man zu keinem Ergebnis kommen wird. Dementsprechend ist es unumgänglich, dass es einen unverursachten Verursacher geben muss. Sonst kann es keinen Anfang geben. Daran erkennen wir Gottes ewige Natur. Denn nur das, was wurde braucht einen Ursprung, eine Ursache. Nicht aber der, der ist. Gott.

Ich bin der “Ich bin”.

Antwortet Gott dem Mose auf die Frage nach seinem Namen.

Diese Erkenntnis ergibt sich aus der Beobachtung des Werkes Gottes – unserer Welt und allem, was darin ist.

Gleichzeitig kommen die materialistischen Ideologen ins Schwitzen, denn es ist schwer, die Wahrheit zu unterdrücken. Die materialistische Interpretation der Ursprünge des Lebens erfordern mit fortschreitender wissenschaftlicher Erkenntnis immer mehr Mühe, um sie aufrecht zu erhalten.

Ich dagegen möchte Gott loben und ehren für seine ganze Schöpfung.

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