Echtes Gold

In den letzten Beiträgen habe ich ein wenig Kirchenkritik geübt. Ich bin nicht der einzige, der das tut. Jesus tut das auch. Er sagt beispielsweise zur Kirche:

Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist, rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst. (Offenbarung 3, 17-18, Elberfelder 1985)

Jesus war noch nie ein Freund von übertriebener Diplomatie. Er sagt wie es ist. Er sagt die Wahrheit. Und die Wahrheit wird uns frei machen.

Viele Kirchen sind so wie Jesus hier beschreibt. Sie denken, sie seien reich, aber Jesus bezeichnet sie als arm. Sie denken, sie brauchen nichts. Aber Jesus sagt, dass sie elend und bemitleidenswert sind. Sie denken, sie wissen alles, aber Jesus sagt, dass sie noch nicht einmal etwas sehen können, sondern dass sie blind sind.

Wie kann das sein?

Dieser Abschnitt ist aus der Offenbarung des Johannes, oder auch Apokalypse. Viele Menschen verbinden mit Apokalypse so etwas wie Weltuntergang, Meteoriteneinschläge, 2012 Erdbeben und so weiter. Nun ja – aber darum geht es im Wesentlichen nicht. Apokalypse bzw. Offenbarung bedeutet einfach, dass Jesus etwas offenbart, was vorher unbekannt war. Hier offenbart er also den wahren Zustand der Kirche bzw. zumindest mancher Kirchen oder Teile mancher Kirchen. Nicht umsonst wird Jesus mit Augen wie Feuer dargestellt, also Augen die alles erkennen – mehr noch als Supermanns Röntgenblick.

Und in den Augen von Jesus ist eben die Kirche zum Teil arm, elend und bemitleidenswert. Er sucht etwas von Wert – echtes Gold. Gerade in diesen Zeiten wirtschaftlicher Ungewissheit greifen viele Menschen auf Gold zurück, weil sie sagen: Das ist etwas, das Wert hat und Wert behält. Jesus ist nicht an Goldbarren interessiert wie wir sie kaufen oder verkaufen. Aber er fragt, ob die Kirche etwas hat, das wirklich wertvoll ist und das seinen Wert nicht verliert, das eine stabile Wertsicherung darstellt, auch in Zeiten der Krise. Doch allzu oft muss er feststellen: Da ist gar nichts.

Was ist denn da? Kirchengebäude. Toll. Talare. Riten. Abläufe. Weihrauch. Gottesdienste. Doch was soll das alles? Was davon hat wirklich Wert? Viele Menschen finden so einen faulen Zauber über die Maßen irrelevant für ihr Leben – und zurecht! Was bedeutet das schon?! Wenn es so wichtig wäre, dann hätte Jesus es auch getan. Das hat er aber nicht. Religiöses Showbusiness. Darauf kann Gott nun wahrlich verzichten! Wir erkennen solches Showbusiness aber nicht nur in der christlichen Kirche sondern auch in anderen Religionen.

Was jedoch hat in den Augen von Jesus nun wirklichen Wert? Wo finden wir das echte Gold? Jedenfalls nicht, indem wir die Bischofsringe einschmelzen.

Gold ist nicht nur königlich, es wird auch durch das Feuer reiner als es vorher war. Gold ist also das, was auch im Feuer Bestand hat, ja sogar reiner und wertvoller wird, und das Material, aus dem Königskronen gemacht sind. Ich weiß nicht wie viele von Ihnen selbst schon einmal in der Bibel gelesen haben. Ich habe es getan und wurde sehr oft sehr überrascht. Wussten Sie, dass Jesus als er auf der Erde war eigentlich nur sehr wenig von Kirche gesprochen hat? Vielmehr hat er vom Königreich Gottes gesprochen. Da ist es wieder – das königliche. Wenn man in einem Satz zusammenfassen müsste, was Jesus gesagt hat, als er auf der Erde war, dann würde dieser Satz so lauten:

Ändert Euer Denken und Euer ganzes Leben, denn das Königreich Gottes steht bevor!

Das wahre und reine Gold ist also ein Denken und ein Leben, das zum Königreich Gottes passt. Kompatibel sein mit Gott und seinem Königreich. Und daran wird sich in Zukunft alles entscheiden.

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