Ich lese den Koran weiter

5. Sie sind es, die der Führung ihres Herrn folgen, und sie werden Erfolg haben.

In der Bibel steht auch, wer die Gebote Gottes befolgt, wird Erfolg haben. Damit habe ich kein Problem. Einen Vorteil muss es ja haben.

6. Die nicht geglaubt haben – und denen es gleich ist, ob du sie warnst oder nicht warnst -, sie werden nicht glauben.

7. Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihre Ohren, und über ihren Augen liegt eine Hülle, und ihnen wird schwere Strafe.

Es gibt auch Fälle in der Bibel, in denen Gott die Herzen bestimmter Menschen verstockt. Doch diese Menschen haben zuvor viel Schuld auf sich geladen. Im Römerbrief schreibt Paulus, dass die Verstockung Folge davon ist, Gott nicht anerkannt zu haben, wie es ihm zusteht.

Man könnte die Ablehnung von Gottes Reden in Vers 6 als ebensolche Sünde verstehen.

Die spannende Frage ist ja: Woran erkennt man Gottes Reden? Wann ist es gut, sein Herz zu verschließen und wann ist es gut, sein Herz zu öffnen. Denn die Bibel sagt ja auch, dass nicht jeder, der von sich behauptet im Namen Gottes zu kommen, auch wirklich von Gott gesendet ist. Natürlich sollen wir nur auf diejenigen hören, die wirklich von Gott gesandt sind.

Das setzt voraus, dass es vorher eine Unterscheidung geben muss, wer wirklich von Gott kommt und wer nicht. Zum Beispiel der Pharao, als Mose zu ihm redete um da Volk Israel zu befreien. Woher sollte er wissen, dass Mose wirklich von Gott gesandt wurde.

Ich antworte darauf zwei Dinge:

Er trat für eine gerechte Sache ein

Er tat Wunder um Gottes Kraft zu beweisen.

8. Unter den Leuten sind solche, die sagen: «Wir glauben an Allah und an den Jüngsten Tag», und sind gar nicht Gläubige.

Es gibt also auch Pseudomuslime. Nicht jeder, der sagt er sei ein Muslim, ist wirklich einer.

Das ist jetzt einmal interessant. Denn wer sind denn jetzt die wahren Muslime und wer sind die Pseudomuslime.

Man kann ja aus westlicher Sicht die Muslime in zwei Gruppen einteilen: Die Dschihadisten und die friedlichen Muslime. Wer von beiden sind nun die wahren Muslime und wer die Pseudomuslime? Das ist eine spannende Frage.

Oder vielleicht gibt uns der Koran ja auch selbst eine andere Unterscheidung.

9. Sie möchten Allah betrügen und diejenigen, die gläubig sind; doch sie betrügen nur sich selbst; allein sie begreifen es nicht.

10. In ihren Herzen war Krankheit, und Allah hat ihre Krankheit vermehrt; und eine qualvolle Strafe wird ihnen, weil sie logen.

11. Und wenn ihnen gesagt wird: «Stiftet keine Unruhe auf Erden», antworten sie: «Wir sind nur Förderer des Friedens.»

12. Höret! gewiß sind sie es, die Unruhe stiften; allein sie begreifen es nicht.

Interessant. Die Pseudomuslime stiften Unruhe, aber sie behaupten in Frieden zu handeln.

Trifft das jetzt auf Dschihadisten zu, die sich ein friedliches Antlitz geben? Das denke ich nicht.

Denn diese Beurteilung ist ja aus Sicht der Umma – der muslimischen Gemeinschaft. Die Dschihadisten stiften ja keine Unruhe in der Umma. Sie stiften Unruhe in der westlichen Welt. Davon kann hier ja aber nicht die Rede sein. Die Rede ist von Menschen, die in der Umma Unruhe stiften, aber vorgeben friedlich zu sein.

13. Und wenn ihnen gesagt wird: «Glaubet, wie andere geglaubt haben», so sprechen sie: «Sollen wir glauben, wie die Toren glaubten?» Höret! sie sind die Toren, allein sie wissen es nicht.

Anscheinend sind die “Unruhestifter” solche, die Fragen stellen, die gerne verstehen wollen, was sie glauben sollen, nicht “einfach glauben” wie die anderen.

14. Und wenn sie mit denen zusammentreffen, die glauben, sagen sie: «Wir glauben»; sind sie jedoch allein mit ihren Bonzen, sagen sie: «Gewiß sind wir mit euch, wir treiben nur Spott.»

Wendehälse gab es also auch zu Mohammeds Zeiten. Es ist ein wenig schwer den Text zu verstehen, da der historische Kontext nicht beschrieben wird. Es wird ziemlich Abstrakt über Glaubensdinge gesprochen. In der Bibel werden Geschichten erzählt, Geschichten, die passiert sind, mit Menschen und Namen und Orten. Ja – es gibt in der Bibel auch abstrakte Teile. Aber der überwiegende Teil ist historische Geschichtserzählung. Mir fehlt das hier im Koran. Ich wüßte gerne Namen, Orte, Menschen. Wer, wann, wo, was, warum? Diese Fragen bleibt der Text schuldig.

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