Koran – Sure 2 – Prüfungen

15. Allah wird sie Spott lehren und wird sie in ihren Freveln verharren lassen, daß sie verblendet irregehen.

16. Sie sind es, die Irregehen eingetauscht haben gegen Führung; doch brachte ihr Handel keinen Gewinn, noch sind sie rechtgeleitet.

17. Sie sind jenem Manne vergleichbar, der ein Feuer anzündete; und als es alles um ihn erhellte, nahm Allah ihr Licht hinweg und ließ sie in Finsternissen; sie sehen nicht.

18. Taub, stumm, blind: also werden sie nicht zurückkehren.

Mohammed positioniert sich hier sehr stark als Sprecher Allahs. Wenn man gar nicht an einen Gott glaubt, mag einen das alles kalt lassen. Wenn man an einen Gott glaubt, dann stellt man sich unwillkürlich schon die Frage: Warum versperre ich mich gegen Mohammed Botschaft? Denn jeder der sich versperrt, wird von Mohammed als verblendet, irregehend, nicht rechtgeleitet, frevlerhaft, taub, stumm und blind bezeichnet.

Andererseits gibt es viele Propheten und solche die es sein wollen, die mit einem solchen Anspruch auftreten. Nehmen wir einmal den indischen Guru Bagwhan, der vor einigen Jahren Mode war. Es ist ja unmöglich, allen diesen Propheten Glauben zu schenken. Es ist also notwendig, zwischen echten und falschen Propheten zu unterscheiden. Das sagte auch schon Jesus.

Bei einem solchen Anspruch, hat Mohammed also entweder ganz Recht oder ganz Unrecht. Einen Mittelweg gibt es nicht.

Nun beruft sich Mohammed auch auf andere Propheten wie Adam, Abraham, Mose, und Jesus – der für ihn nur ein Prophet ist. Wenn also Mohammed ein Prophet ist, dann muss ja der Inhalt seiner Botschaft mit diesen Propheten übereinstimmen. Wenn nicht, dann kann etwas nicht stimmen, weil ein innerer Widerspruch besteht.

Das Problem besteht nun darin, dass die Prüfungsgrundlage – die nach islamischer Sicht unverfälschte Bibel – nicht vorhanden ist. Dementsprechend positioniert sich Mohammed so, dass er sagt: Meine Worte legitimieren sich aus sich selbst, und ich sage Euch, was die unverfälschte Bibel zu sagen hatte.

Damit hat er sich jedoch selbst die Prüfungsgrundlage entzogen. Welche Prüfungsgrundlagen haben wir noch?

Jesus sagt: An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen. Bringt also Mohammeds Botschaft gute Früchte hervor? Das ist eine weitere Prüfungsgrundlage.

19. Oder: wie schwerer Wolkenregen, worin Finsternisse und Donner und Blitz; sie stecken ihre Finger in die Ohren, in Todesfurcht vor den Donnerschlägen, während Allah die Ungläubigen umringt.

20. Der Blitz benimmt ihnen fast das Augenlicht; wann immer er auf sie zündet, wandeln sie darin, und wenn es über ihnen dunkel wird, stehen sie still. Und wäre es Allahs Wille, Er hätte ihr Gehör und ihr Gesicht fortgenommen. Allah hat die Macht, alles zu tun, was Er will.

21. O ihr Menschen, dienet eurem Herrn, Der euch erschuf und die, die vor euch waren, auf daß ihr beschirmt seid;

22. Der die Erde gemacht hat zu einem Bette für euch, und den Himmel zu einem Dach, und Wasser hat niederregnen lassen von den Wolken und damit Früchte für euren Unterhalt hervorgebracht hat. Stellt Allah daher keine Götter zur Seite, denn ihr wißt es doch.

Dies hier interpretiere ich als einen Angriff auf das Christentum. Denn die islamische Kritik am Christentum besteht ja darin, dass in der Lehre der Dreieinigkeit Gottes (Vater, Sohn und heiliger Geist) ein “zur Seite stellen von Göttern” sei. Aber die christliche Lehre ist: Drei Personen, aber ein Gott. Eines der stärksten Argumente dafür ist aus meiner Sicht dieses: Woher soll sonst die Liebe kommen? Ist Gott nur eine einsame Person in sich selbst, wen liebt er dann und von wem wird er geliebt? Wenn Gott aber nicht liebt oder geliebt wird, dann hat der Mensch die Liebe erfunden. Doch das kann ja nicht sein. Denn der Mensch kann ja nicht mehr erfinden als das, was Gott ihm mitgegeben hat. Also muss die Liebe von Gott kommen. So sagt es auch der Apostel Johannes: “Gott ist die Liebe.” Im Neuen Testament ist sehr viel von der Liebe die Rede, aber auch schon im Alten Testament. Der Apostel Paulus schreibt, die Liebe ist das wichtigste. Ich bin gespannt, ob der Koran selbst ebensoviel von Liebe redet. Oder ob der Koran die Liebe nicht als so wichtig betrachtet. Das würde meine Meinung untermauern, dass ein einsamer Gott keine Liebe hervorbringen kann.

23. Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir hinabgesandt haben zu Unserem Diener, dann bringt eine Sura hervor wie diesen (Koran) und ruft eure Helfer auf außer Allah, wenn ihr wahrhaft seid.

24. Doch wenn ihr es nicht tut – und nie werdet ihr es vermögen -, dann hütet euch vor dem Feuer, dessen Nahrung Menschen und Steine sind, bereitet für die Ungläubigen.

Mohammed stellt selbst eine Prüfung auf, mit der man sein Wort prüfen können soll. Die Prüfung besteht darin: Sei selbst ein Prophet Gottes. Wenn Du es nicht kannst, dann glaube. Doch diese Prüfung ist nicht geeignet um falsche Propheten von wahren Propheten zu unterscheiden in einer Prüfung durch Nichtpropheten. Das ist aber der Normalfall. Wie – Mohammed – soll also der Nichtprophet prüfen, ob das, was Du sagst wahr ist? Diese Antwort bleibst Du uns schuldig.

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