Transformation

Ich habe in den letzen Beiträgen erläutert, dass die Botschaft, die Jesus verkündigt hat darauf abzielt, Menschen aufzurufen, ihr Denken und ihr ganzes Leben zu ändern, damit sie vorbereitet sind auf das Reich Gottes. Jesus also ruft uns zu einer gedanklichen Transformation auf. Er will, dass wir die Fundamente unseres Denkens überprüfen um festzustellen, ob sie stabil genug sind. Dies sagt er zu unserem eigenen Vorteil, denn niemand will am Ende feststellen, dass alles umsonst war, weil die Fundamente ins Wanken geraten sind.

Ich habe auch erläutert, dass in diesen Tagen viele vermeintliche Fundamente wanken. Sei es in der Politik, sei es in der Wirtschaft oder auch in der Religion. Wer es immer noch nicht glaubt, dem sei der völlig überraschende Rücktritt unseres Bundespräsidenten Horst Köhler einer von vielen Hinweisen darauf, dass ich damit richtig liege.

Paulus geht ebenfalls darauf ein. Er schreibt:

Und seid nicht harmonisch mit dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (Römer 12, 2, eigene Übertragung)

Paulus spricht hier auch über unser Denken beziehungsweise über unseren Sinn. Man könnte auch Motivation sagen oder Einstellung. Wenn unser Denken und unsere Einstellung harmonisch mit dem Denken und der Einstellung der Welt sind, dann sagt Paulus, sind wir auf dem Holzweg. Warum? Weil diese Welt, dieses Zeitalter dieser Welt nicht dem Reich Gottes entspricht. Wenn wir harmonisch mit dem Zeitgeist denken, dann denken wir nicht harmonisch mit dem Reich Gottes. Wenn wir harmonisch mit dem Reich Gottes denken, dann denken wir harmonisch mit Gott, nicht aber mit dem Zeitgeist. Denn der Zeitgeist ist gegen Gott und gegen sein Reich.

Der Zeitgeist ist darauf bedacht, alles sofort zu haben und zu bekommen. Er ist dem Hochmut verfallen, dem Genuss und der Heuchelei. Das Reich Gottes gründet sich auf andere Grundlagen. Es gründet sich auf Liebe, auf Freude, auf Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Sanftmütigkeit und Selbstbeherrschung. Oder wie Paulus schreibt, das Gute, das (Gott) Wohlgefällige und das Vollkommene.

Es ist also eine klare Entscheidung, die jeder zu treffen hat und diese Entscheidung ist klar und erlaubt keine Kompromisse. Entweder Zeitgeist oder Gott.

Haben wir uns für Gott entschieden, indem wir Jesus nachfolgen, dann haben wir uns dafür entschieden, dass unser Denken transformiert wird. Unser ganzes Leben wird davon betroffen sein in hunderten, ja tausenden Kleinigkeiten. Wir gehen diese Reise nicht alleine, sondern mit anderen zusammen. Und dieses “Zusammen” – das ist es was die heilige Gemeinde Jesu bedeutet.

Es ist nicht die Kirchenglocke. Es ist nicht das Gebäude oder der Gottesdienst und auch nicht der Priester oder der Pfarrer. Oft stehen diese Dinge einer wahren gedanklichen Transformation sogar im Weg, weil sie einen Anschein von Religion vermitteln, der aber nicht echt ist. Echt ist nur, was zu einer Transformation des Denkens – und in Folge dessen auch des Lebens führt. Wenn eine Gemeinde diesen Prozess unterstützt und fördert, dann ist sie gut. Wenn nicht, dann ist sie bestenfalls nutzlos.

Und nur derjenige, der sich auf diesen gedanklichen Transformationsprozess einlässt ist auch vorbereitet auf das Kommende. Denn die ganze Welt wird ebenfalls transformiert, wie wir bereits besprochen haben. Die Welt wird transformiert auf das Ziel des Reiches Gottes hin. Das ist kein Werk, das Menschen tun. Die UNO steht da nur nebendran und muss es zur Kenntnis nehmen. Vielleicht wird sie sogar dagegen ankämpfen. Das liegt bei ihr, so wie es bei jedem Menschen liegt sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Aber die Transformation wird niemand aufhalten. Gott höchstpersönlich wird sie durchführen. Alle Völker und Menschen werden davon betroffen sein. Es gibt keine Ausnahme.

Dies hat Jesus gemeint, als er sagte, dass das Reich Gottes kommt. Gewiss, er hat es schon vor rund 2000 Jahren gesagt und es ist inzwischen so viel Zeit verflossen, dass viele denken, dass nicht mehr relevant ist, was Jesus gesagt hat, wenn es das je war. Teilweise ist das Christentum so in die Defensive geraten, dass manche meinen, es wäre schon besiegt. Aber das haben im Lauf der Geschichte schon viele gedacht. Doch wo sind sie heute, die dies dachten?

Was wird als Nächstes passieren? Meine persönliche Annahme ist, dass sehr viel mehr als bisher von einer Neuen Weltordnung gesprochen werden wird oder kurz NWO. Diese NWO ist NICHT das Reich Gottes. Sie ist der Versuch eines Fakes. Sie gehört zu dieser Welt und nicht zum Reich Gottes.

Man könnte also das, was Jesus und Paulus sagten in die heutige Zeit so übersetzen:

Passt Euch mit Eurem Denken und Eurem Leben nicht der menschlichen NWO an, über die so viele reden. Stattdessen distanziert Euch geistig davon. Setzt Eure Hoffnung stattdessen auf die Weltordnung Gottes, die allein in der Lage ist das zu erreichen, wonach die Menschen sich sehnen: Frieden, Wohlstand und Freiheit. Gottes Weltordnung steht auf anderen gedanklichen Grundlagen als die menschliche NWO. Die menschliche NWO ist zum Untergang verurteilt. Haltet Abstand von heuchlerischen Religionen, egal ob sie sich christlich nennen oder sonst irgendwie. Gottes Weltordnung ist heute schon Realität, wo Menschen sich gemeinsam entschlossen haben, Jesus nachzufolgen und sich dabei gegenseitig unterstützen. So seid Ihr bestens vorbereitet auf alles, was über die Welt kommen wird – jetzt und in Zukunft.

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