Wie geht es weiter?

Es ist schon erstaunlich, was alles durch die Medien ging, seit ich am 25. Januar 2010 über die Heuchler schrieb. In der katholischen Kirche in Deutschland kamen zahlreiche Missbrauchsfälle ans Tageslicht. Die evangelische Kirche in Deutschland verlor ihre Ratsvorsitzende. Die Gründe sind bekannt. Dies alles konnte ich am 25. Januar nicht wissen. Bevor ich mir aber eine prophetische Gabe zuschreibe, habe ich eine viel einfacherer Erklärung: Das Wort Gottes verkündigt ewige Wahrheiten, Wahrheiten die immer gelten und die sich immer wieder als wahr erweisen.

Und bevor wir uns nun erleichtert zurücklehnen, dass die wahren Heuchler nun gefunden sind, darf ich die Warnung ausprechen, dass dies nicht der Fall ist. Nur ein Bruchteil der Heucheleien kommt überhaupt in diesem Leben ans Tageslicht. Dies muss deutlich gesagt werden. Bevor sich jemand in falscher Sicherheit wiegt. Und dabei reicht es auch nicht, nach Rom oder nach Wittenberg zu schauen, sondern da muss genauso nach Tehran und Kairo geschaut werden, nach Berlin und New York, nach Moskau und nach Athen. Und bei Athen meine ich nicht die aktuelle politische Diskussion um Betrug beim Beitritt zum Euro. Natürlich ist dies ein Beispiel von Heuchelei. Sondern ich meine die griechische Denkweise, die vermeintliche geistige Überlegenheit mit der Rechtfertigung moralischer Verkommenheit koppelt, die uns – vor allem in Europa – sehr beeinflusst hat. Und dies ist nicht als Lob gemeint. Die Errungenschaften der Griechen in den Bereichen der Logik und der Mathematik seien hier unbestritten. Obwohl es doch auch klar ist, dass diese nur allgemeingültige und bereits vorhandene Wahrheiten aufgedeckt haben, und sie nicht erfunden haben.

Im Anfang war das Wort (logos), und das Wort (logos) war bei Gott, und das Wort (logos) war Gott.
Dieses war im Anfang bei Gott.
Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist.
(Joh 1, 1-3)

Bevor wir also den Griechen zu viel Ehre zukommen lassen, müssen wir anerkennen, dass das Wort, der Logos – existiert bevor die Welt erschaffen wurde, und dass der Logos die bei der Erschaffung der Welt treibende Kraft war. Oder wie wäre es sonst zu erklären, dass die Mathematik in überreichem Maß in der erschaffenen Welt zum Ausdruck kommt – beispielsweise in der Anzahl und der Anordnung der Körner in einer Sonnenblume? Ich hoffe, dass ich darauf noch einmal genauer eingehen kann. Aber nur ein genialer Mathematiker kann sich das ausgedacht haben. Es ist die Errungenschaft der Griechen, dass sie die Gesetze der Logik, die vorher verschleiert waren, aufgedeckt haben, so dass sie uns allen zugänglicher sind. Doch dies sollte uns alle nicht überheblich machen, sondern dem die Ehre geben, der schon immer da war, der selbst die Logik ist: Gott, der Schöpfer und Jesus Christus, seinen Sohn, von dem in Vers 14 die Rede ist:

Und das Wort (logos) wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. -
(Joh 1, 14)

Die Logik wurde Mensch. Und niemand hat die Logik vollkommen verstanden, der nicht Jesus Christus erkannt hat – seine wahre Natur und seine Gottheit erkannt hat. Es besteht also kein Grund zur Überheblichkeit.

Im Übrigen wird hier auch der Unterschied im Verständis dessen, was Wahrheit ist deutlich. Denn der griechische Begriff von Wahrheit ist das, was aufgedeckt wurde. Der hebräische Begriff dessen, was Wahrheit ist, ist der Fels, der unbeweglich ist, der schon immer da war. Dies ist der Logos, der schon da war, bevor die Welt geschaffen wurde. Darum auch das Gleichnis von dem Haus auf dem Felsen und dem Haus auf dem Sand.

Wir sehen in den tragischen Erdbeben der letzten Zeit, was passiert, wenn der Untergrund ins Wanken gerät. Und auf die eine oder andere Art und Weise geraden auch die philosophischen Grundlagen, auf denen unsere Politik und unsere Wirtschaft aufbauen ins Wanken. Und hier finden wir die größten Heucheleien. Diese nämlich, die uns weismachen wollen, es sei sicher, was aber nicht sicher ist. Dabei sind Tiple-A Ratings für Schrottpapiere nur die Spitze des Eisbergs.

Darum umfasst Gottes Rettungsplan mehrere Maßnahmen, die ich hier hervorheben möchte, und die später im Einzelnen erklärt werden wollen. Dies sei allen gesagt, die fern von Gott stehen und auch allen, die meinen nah bei Gott zu sein, es aber nur der Äusserlichkeit nach sind.

  1. Die Vergebung der Sünde und der Anfang eines neuen Lebens unter der Herrschaft Gottes.
  2. Die Erneuerung des Herzens. Das böse Herz wird ausgetauscht durch ein reines Herz.
  3. Die Wiederherstellung der Gemeinde der Gläubigen im Hinblick auf das Ende des Zeitalters.
  4. Die Transformation der gesamten Weltgeschichte hin zur Vollendung ihres Ziels.

Auf diese werde ich in den folgenden Artikeln eingehen.

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2 Responses to Wie geht es weiter?

  1. Pingback: I’m the Great Pretender « Logos Blog

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