Karfreitag 2012

Es ist wieder Karfreitag. Jeder weiß warum dieser Tag gefeiert wird. Es muss niemandem in Deutschland erklärt werden, dass an diesem Tag Jesus Christus am Kreuz gestorben ist. Vielleicht muss manchem erklärt werden, dass dies geschah, damit Jesus die Strafe für unsere Sünden erduldete, damit wir alle Vergebung aller unserer Sünden erlangen können, und damit das ewige Leben, wenn wir daran glauben.

In aller Regel ist das Problem nicht, es zu wissen. So viel Bildung kann man schon annehmen.

Das Problem ist – meiner Meinung nach eher ein anderes – hier bei uns in Deutschland. Das Problem ist, dass wir es zwar wissen, dass es uns aber egal ist. Es passt uns nicht ins Konzept. Wir wollen damit nichts zu tun haben. Wir wollen davon nichts wissen.

Das ist das Problem.

Denn per Definition sprechen wir uns selbst von unserer Sünde frei. Wir nennen Sünde eben nicht mehr Sünde, sondern Notwendigkeit, verständliches Verhalten, das macht doch jeder so, wir wollen es so, wir haben die Freiheit dazu und überhaupt ist das ja alles Aberglaube. Wir wehren uns gegen unser schlechtes Gewissen, indem wir den, der Sünde Sünde nennt angreifen. Das passe nicht zur allgemeinen Toleranz von jedem gegenüber jedem und gegenüber allem.

Alles ist erlaubt.

Das ist in einem Satz zusammengefasst das dominierende Glaubensbekenntnis unserer Zeit.

Wir erlauben es uns einfach selber.

Die einzige verbleibende Sünde – zumal eine, die nicht vergeben werden kann – ist es Sünde Sünde zu nennen. Denn das verstößt gegen das oberste Gebot der Toleranz von jedem gegenüber jedem und gegenüber allem. Es zieht das Bekenntnis „Alles ist erlaubt“ in Zweifel und stellt damit die schlimmste Sünde dar, die es noch geben kann.

So ganz alles ist also doch nicht erlaubt.

Dieser Zustand ist der schlimmste Zustand, den es geben kann. Es ist der Zustand vollständiger Gottesfeindschaft. Es gab eine Zeit in der die alten Germanen nicht wussten, dass es eine Erlösung der Sünden gibt. Es war eine schlimme und dunkle Zeit, aber sie war besser als die jetzige Zeit. Denn als sie erfuhren, dass der Sohn Gottes Mensch wurde, und am Kreuz für sie starb, konnten viele von ihnen diese Botschaft annehmen, sich taufen lassen und ein neues Leben beginnen.

Doch jetzt ist es nicht mehr so einfach.

Wir haben es gewusst, doch wir haben dieser Botschaft bewusst den Rücken zugewendet, weil wir nicht wollten.

Hierzu hat der Hebräerbrief Kapitel 6 ab Vers 4 ernste Worte zu sagen:

4Denn es ist unmöglich, die, so einmal erleuchtet sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig geworden sind des heiligen Geistes

5und geschmeckt haben das gütige Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt,

6wo sie abfallen, wiederum zu erneuern zur Buße, als die sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und für Spott halten.

Genau das passiert dieser Tage. Heute an Karfreitag stehen viele unter dem Kreuz Jesu bei den Spöttern und Lästerern. So mancher von uns kann sogar den Anblick eines Kreuzes nicht ertragen. Wie soll jemand, der so denkt, erneut eine Chance erlangen, über sein Leben nachzudenken, zur Erkenntnis kommen, dass es besser ist, mit Gott versöhnt zu leben und dass dieser Weg von Jesus am Kreuz frei gemacht wurde? Wie? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht ob es überhaupt möglich ist. Was bei Menschen unmöglich ist, bei Gott ist es doch möglich.

Das Rad der Geschichte dreht sich weiter, die Jahre unsres Lebens verstreichen. Wir wissen nicht, ob dies der letzten Karfreitag ist, den wir persönlich erleben werden oder ob noch viele weitere kommen werden. Wir wissen sogar nicht, ob sogar der gesetzliche Feiertag im Rahmen der überbordenden Toleranzwelle abgeschafft werden wird, um allen Gegnern Christi keinen Anstoß zu geben.

Aber eines weiß ich: Ich weiß dass mein Erlöser lebt.

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